Christmas Time Brisbane

Dezember 24, 2017

Christmas Time

Christmas Time

Brisbane

Am Donnerstag, 21. Dezember 17 lief ich in Brisbane, Queensland, Australien ein. Die Strecke zwischen Townsville und Brisbane war wunderbar, sie verlangte trotzdem einiges von mir ab. Durch meine Vorplanung erhoffte ich, dass die enormen Distanzen zwischen zweier Dörfer ein Ende hat. Doch bis runter zu der Sunshine Coast waren es doch noch viele Kilometer, wo ich teils bis zu 12 Liter Wasser dabei haben musste. Der Start ab Townsville war aber alles andere als toll. Die ersten 200 Kilometer wurden meine Nerven sehr strapaziert. Immer und immer wieder hatte ich einen Platten. Teils musste ich alle 2 km neu aufpumpen. Flickzeug hatte ich dabei - auch frischer Gummi, doch verfolgte mich das Pech, indem ich meinen Wagen immer wieder über was drüber stosste, was wieder ein Platten auslöste. Dann ab Bowen, wo ich frischer Gummi und ein neues Rad kaufen konnte, gings reibungslos weiter. Doch schon am nächsten Tag kam das nächste Unheil... Mein Bein schwoll an. Ich nehme an, es war eine Muskelverhärtung. Die nächsten 144 Kilometer humpelte ich. So konnte ich teils auch nur gegen 20 Kilometer im Tag machen. Und ich musste diese 144 Kilometer auf mich nehmen, da erst dann wieder eine Stadt kam, wo ich mich pflegen konnte.

In Mackay gepflegt, lief es relativ gut, ich musste aber gemächlich vorgehen, damit ich das Bein noch etwas schonen konnte. Doch landschaftlich war die gesamte Strecke wunderschön. Es war meist wieder wie im Outback. Es hatte viel, sehr viel Grün - und überall, bis runter nach Gladestone, hiess es: "Warning: Crocodiles inhabit this area - attacks may cause injury or death!" Und tatsächlich, ich lief über eine Brücke und sah ca. 10 Meter weiter im Bach ein Krokodil. Doch fühlte ich mich nie irgendwie bedroht. Doch angegriffen wurde ich in diesem Abschnitt 4 x von Vögeln! Sie flogen jeweils immer von hinten auf mich zu und versuchten mich am Kopf zu erwischen. Einmal gelang es einem Vogel, mir eine Wunde zu verursachen (war nicht schlimm).

Und da... endlich... Ich kam von Noosaville her in Richtung Meer! Ich musste wieder einen "Crest" rauf. Und da stand ich oben und sah hinab an die Beach, aufs Meer! Dieser Anblick, dieser Moment, der war einfach gigantisch! Meine Emotionen überkochten völlig, da ich wusste, dass ich die Outback-Zeit definitiv hinter mir habe und auf diesem Kontinent nicht mehr über drei/vier Tage hinweg planen muss. Es gab mir eine gewisse Sicherheit. Total begeistert und mit einer Portion Stolz lief ich der Küste entlang und genoss einfach jeden Schritt.

Doch leider wurde ich auf meiner Strecke noch von einer schlechten Nachricht überholt. Mit der Kooperation durch das Malbuch "Schütz Dich mit Hugo" wurde ich ausgenutzt. Die Partnerfirma nahm durch mein Malbuch, indem sie Werbeseiten verkaufte, mindestens 140'000.-- ein. Mir und meinem Projekt wären noch 7'500.-- zu Gute gekommen. Doch Geld gab es nie. So musste ich juristisch vorgehen, was zum Konkurs dieser Firma führte. Ich plante mit diesen Einnahmen Australien sowie Neuseeland zu Ende laufen zu können. Diese Firma brachte mich nun in eine äusserst kritische Situation. Denn ohne Geld, ohne Job, ohne Wohnsitz, ohne Wohnung... eigentlich mit nichts strandete ich nun in Brisbane und muss neu Überdenken.

Doch schaue ich mir nun Brisbane an und werde heute, 24. Dezember 2017, eine Kerze anzünden und meine Gedanken an jene Menschen richten, die mir wichtig sind und jene, die mich in meinem Projekt mit guten Gedanken unterstützen.

 On Thursday, December 21, 2017, I entered Brisbane, Australia. The route between Townsville and Brisbane was wounderful, but it still demandet a lot from men. By my preliminary planing, I hpoed that the enormous distances between two villages has an end. But up from the Sunchine Coast, there were still many km, where I sometimes had to have up to 12 liters of water. The start from Townsville was anything but great. The first 200 km my nerves were very strained. Over and over again I had a plate. Partly I had to inflate every 2 km air. I also had some repair kit - also some fresh rubber, but the bad luck haunted me by pushing my buggy over and over again and again, which triggered a plate again. Then in Bowen, where I could buy fresh rubber and a new wheel, went smoothly on. But the next day came the next mischief... My leg swelled. I suppose it was a muscle hardening. I limped from the next 144 km. So I could partly only do about 20 km in the day. And I had to take those 144 km, because only then came again a city where I could take care of myself. 

Groomed in Mackay, it was relatively good, but I had to go slow, so I could spare the leg a bit. But the whole route was beautiful. It was usually back in the outback. It had a lot, a lot of green - and everywhere, down to Gladstone, it read on the information boards: "Warning: Crocodiles inhabit this area - attacks my cause injury or death!" And indeed, I walk over a bridge and saw about 10 meters ahead in dhe vreek a crocodile. But I never felt threatened. But I was attacked 4 times of birds! They always flew at me from behinde and tried to catch my head. Once a birs succeeded in causing mie a wound (was not bad).

And there... inally... I came from Noosaville towards the sea! I had to make a "crest" again. And there I stood up and looked down to the beach, to the sea! This sight, this moent, that was just gigantic! My emotions overcooked completely, knowing that I definitely hat the outback behinde me and did not have to plan from more than three/four days on this region. It gave me a certain security. Totally enthusiastic and with a bit of pride I walked along the coast and just enjoyed every step.

And now, I stay in Brisbane. We have today christmas time. So I light a candle and my thoughts goes to all peoples, they ar important for me - and on all peoples, thes haded a helpful hand on my way. Merry christmas and a happy new year!

 

2'600 km durchs Outback! EINFACH GIGANTISCH!!!

Juli 02, 2017

Wo bin ich...?

 Sunset bei Rastplatz Marathon

 Townsville

 Nun hiess es "Schlussspurt". Von Mount Isa gestartet, wusste ich, dass ich nurnoch ca. 950 km vor mir hatte. Die Strecken zwischen den verschiedenen Dörfern waren inzwischen auch nurnoch ca. 120 km entfernt. Entsprechend euphorisch lief ich los. Die ersten 2 Tage machte ich jeweils über 60 km. Da ich neue Schuhe hatte, kamen die Probleme mit Blasen sowie Blutungen. Doch mit Pflaste konnten die mir nicht anhaben. Zwischen Julia Creek und Hughenden war die schönste Strecke! Ich lief der Strasse entlang, sah vor mir sowie hinter mir nur beigefarbige Wiesen! Die Strasse; gerade aus. Kurven... fehl am Platz! Immer und immer wieder sah ich risige Kuherde, die auf diesen gewaltigen Feldern ihr Leben fröhnten. Pferde, die mich begleiteten - und die Fliegen, diese Plage nahm langsam ab.

Doch war ich schon 60ig, 70ig Tage im Nirgendwo, im Outback. Und das nagte an mir. Ich lief tagelang einfach einer Strasse entlang. Nirgends Abwechslung, keine Dörfer, keine Städte, ja Menschen... ok, in den Wohnwagen an mir vorbeirasend... ja... doch sonst nur ich und die Natur. Dies war gewaltig! Und... hätte ich dies nicht gemacht... ich würde sofort auf der Stelle loslaufen. Denn diese Erfahrung möchte ich nicht missen. Trotzdem sage ich heute: "Einmal, doch nie wieder!" So kam ich nach genau 80 Tagen und mit einem Tagesdurchschnitt von 55 km in Townsville an.

Now it was called: "final sprint"! Starting from Mount Isa, I knew I had only about 950 km before me. The distances between the different villages were only abount 120 km. Euphorically, I walk off. The first 2 days I each made ouver 60 km. Since I had new shoes, the problems came with blisters as well as bleeding. But they could not bear to me with plaster. Between Julia Creek and Hughenden was the most beautiful route! I walked on the street, saw in front of me, behind me only meadows of the brown color! The street; strainght. Courves... out of place! Over and over, I saw chilly cowherds who were indulging theis lives on these vast fields. Horses, which accompanied me - and the flies, this plague took off slowly.

But I was already sixty, seventy days in nowhere, in outback. And that gnawed at me. I just walk along a street for days. Nowhere else to change, no villages, no cities, yes peoples... ok, in the caravan who drives fast the way. Yes... but only me and nature. This was tremendous! And... I would not have done this... I would immediately go on the spot. For I do not want to miss this experience. Nevertheless, I say today: "One, but never again!"

Angst? Vielleicht, aber höllen Respekt vor den nächsten 650 km!!!

Mai 23, 2017

im Nirgendwo

Interview in Mount Isa

 Nun standen 650 km vor mir, wo ich wusste, dass ich nur 2 Verpflegungsorte haben werde. Der Rest der Strecke war ich voll und ganz auf mich selbst gestellt! Die erste Strecke war 193 km weit. Zuerst plante ich auf 5 Tage. Da sagte ich mir: "Nimm Dich zusammen, das schaffst Du in 4 Tagen!" Doch da machte ich die 193 km in 3 Tagen.

Ich berechnete pro 10 km 1,5 Liter Wasser. Dies zum Trinken, zum Kochen und evt. Abwaschen. So hatte ich dann auf meiner zweiten Strecke durchs Nirgendwo zusätzlich 35 Liter Wasser mitgeschleppt. Dazu kommen noch ca. 10 zusätzliche Kilos für die Essensvorräte! Mit dem üblichen Gepäck wie Zelt, Kleidung, Büro, Reparaturmaterialien, Küche etc. waren es gegen 80 kg, die ich mitschleppte. Dann wars soweit; ich lief los - und da kam die erste Verkehrstafel mit der Info "Warning No Fuel 260 km"! Seelenalleine, durchquerte ich die menschverlassene gegend, wo die Natur sowie die Tierwelt noch alles in eigenen Händen haben. Immer wieder kam ich an Wildtier-Herde ran, die jedoch von mir selbst davon rannten. Ich durchstreifte während 5 Tagen die gewaltige Natur, die absolute Einsamkeit! Hätte ich die Kilometer sowie die noch bevorstehenden Distanzen nicht unter Kontrolle gehabt, wäre ich mit Garantie durchgedreht. Über 260 km auf sich alleine gestellt, nagt an der Psyche. Einen platten Reifen, ein defekter Camping-Kocher, selbst gesundheitlich angeschlagen, schlechte Nächte, mieses Wetter und vieles mehr, würden einem zum Verzweifeln bringen. Zum guten Glück lief alles genau so ab, wie ich mir es vorgestellt hatte und vorallem geplant hatte. So kam ich mit überströhmender Glückseelikgeit nach dem Grenzübergang Northern Territory / Queensland im Örtchen Camooweal an, wo ich feststellen durfte, dass meine Berechnungen bezüglich Wasser und Nahrung voll und ganz aufgingen. PAUSE!

So, nurnoch 4 Tage bzw. 188 km bis Mount Isa. Nach dem weiteren Kräfteschöpfen lief ich wieder los. Ich plante meine Rastplätze 2 x am Strassenrand, bzw irgendwo an einer Kreuzung sowie 2 x an einem Rest Areal. Und auch diese Vorgaben konnte ich bestens einhalten. Ich plante 2 x um die 50/55 km am Tag sowie 2 x ca. 40 km. Doch... Schon seit Beginn der Strecke hier in Australien hatte ich immer und immer wieder mit Gegenwind zu kämpfen! Ich schob ca. 80 kg Gepäck vor mich hin - da quälte mich immer wieder der Gegenwind - er brachte mich teilweise an meine emotionale Grenze, wo ich einfach nurnoch raus schreien konnte! Ich verfluchte diesen Gegenwind immer und immer wieder. Gleichzeitig hatte ich auf dieser Outback-Strecke immer wieder mit einer Fliegenplage zu kämpfen! 200 Fliegen und mehr summten ständig um meinen Kopf herum! Essen...!?! Das war sowas von grausam!!! Ich konnte kaum essen, ohne dass ich Fliegen im Essen und im Mund hatte! Das war eine riesen Plage.

Doch dann kam ich total erschöpft, doch überglücklich in Mount Isa an und wusste, dass ich eine der härtesten Strecken hinter mir hatte - es war gewaltig, gigantisch, extrem, emotional - einfach whow! Doch bitte... niemehr wieder!

 Now stood 650 km before me, where I knew that I would have only 2 food places. The rest of the route I was fully focused on myself! The first strech was 193 km. First I löanned on 5 days. Then I said to myself: "Don't be a wimp! You can do it in 4 days!" But I managed this 193 km in 3 days!

I calculated 1,5 liters of wahter per 10 km. This was for drinking, cooking and possibily washing. So I had then draggen 35 liters of water on my second stretch trough nowhere. I addition there are about 10 additional kilos for the food supplies! Then it was so far; I walk off - and there came the first treffic sign whit the info "Warning No Fuel 260 km"! So I crossed the deserted area, where nature and the animal world still had everything in their own hands. Again and again I came to wild animals herds, which ran however from myself of it. I roamed the mighty nature for five days. If I hadn't this km under control, I would have gone trought with warranty.About 260 km on its own, gnawing at the psyche. A flat tire, a broken camping stove, even an health care, bad nights, bad weather and much more, would make you despair. To the good luck, everything went exactly as I had imagined it and had planned especially. So I came across the border crossing of Northern Territory / Queensland in the village of Camooweal, where I was able to ascertain that my calculatios on water and food were fully up-to-date! Break!

So, just 4 days or 188 km to Mount Isa. After the further strength I walk again. I planned my rest stops 2 times at the roadside, and 2 times on the rest area. And also the specifications I could best. I planned 2 times around 50/55 km, 2 times about 40 km. But... Since the beginning of the track here in Australia, I haded always to fight with the headwind. I pushed about 80 kg of luggage in front of me - there tormented me again and again the headwind - he brought me partly to my emotional limit, where I could just scream out! I cursed this headwind again and again. At the same time I had to fight with a flyplag on this Putback-route again and again! 200 flies and more where buzzing around my head all the time! Eat...!?! That was something of cruel! Icould hardly eat without having flies in my food and mounth! That was a huge plague.

But then I arrived, totaly exhausted, but overjoyed in Mount Isa and knew that I had one of the hardest track behinde me - it was huge, gigantic, extreme, emotional - just whow! But please... never again!

Start Australien, Darwin bis Townsville, 2'600 km

Mai 12, 2017

geraaaaaaaade aus...!

Nach Renner Springs Desert

In Bali gestrandet, gings für die Wintersaison wieder ins Hotel Castell, um zu arbeiten. So flog ich anfangs April 17 wieder nach Bali zurück, um mein Depot mit dem Kinderwagen abzuholen. Einen Tag später flog ich nach Darwin, Australien. Ich lebte mich etwas ein, bis ich am 13. April 17 wieder startete.

 

Ich merkte nach dem ersten Tag schon, dass es sehr einsam werden würde. Und obwohl es Herbst war, zeigte mein Thermometer immer zwischen 42 und 50 Grad an. Das zermürbte mich die ersten zwei Wochen. Doch mein Körper gewöhnte sich allmählich daran. Doch was faszinierend war, das sind die extremen Distanzen. Durchschnittlich musste ich ca. 100 km laufen, bis ich mich irgendwo wieder verpflegen und neu eindecken konnte. Zudem gab es Streckenabschnitte, die teils 20, 30, sogar 40 Kilometer nur geraaaaaade aus gingen! Kurven, fehlanzeige. Und kam doch mal eine, war dies das Highlight des Tages! Ich kam relativ gut voran. Was im Outback von Australien genial ist, dass sie alle ca. 60 bis 120 km einen Rastplatz haben, wo ich auch übernachten konnte. So musste ich nicht immer am Strassenrand nächtigen, ich konnte mich teils sogar mit dem Zelt unter ein Dach begeben.

Doch die Natur, die Landschaft, die Weite, die Einsamkeit, die Tierwelten und das etliche kilometerweite Laufen, ohne, dass sich irgendetwas verändert hatte, das war gewaltig! Ich lief immer wieder über eine halbe Stunde lang an der Strasse entlang, ohne dass ich ein Fahrzeug sah. Und so war da die Stille, die so still war, dass man fast Angst bekam. Nach etwas mehr als 1'000 km kam ich an mein erstes grosses Ziel, der "Three Way"-Kreuzung, wo ich nichtmehr südlich lief, sondern nach Osten abbiegen musste. Doch vor dieser Strecke hatte ich höllen Respeckt - ich überlegte mir sogar, wie ich mir eine Ausrede bereit halten kann, damit ich diese Strecke umgehen könnte!

Landed in Bali, went for the winter season back to the Hotel Castell to work. So I flew back to Bali in the beginning of april 17 to pick up my depot with the babybuggy. A day later I flew to Darwin, Australia. I started my walk again on april 13th.

I noticed after the first day that it would be very lonely. And although it was autumn, my thermometer always showed between 42 and 50 degrees. That stung me to first two weeks. But my body gradually got used to it. But what was fascinating was the extreme distances. On average, I had to walk about 100 km, until I could shop again food and new covers. In addition, there were sections of the route, which ran 20, 30 even 40 km only straight ahead. Curves? No where! And the came a time, this was the highlight of the day! I was relatively well advanced. What is in the outback of Australia verry great, that they have all about 60 to 120 km a restarea, where I could also stay. So I did'nt always have my rest and spend the night at the roadside, I could partly even go with the tent under a roof.

But the nature, the landscape, the expanse, the loneliness, the animal worlds and the miles of walking, without any change, was tremendous! I always walk along the road for more than half an hour without seeing a vehicle. And so there was the silence that was so quiet that you almost got scared. After a little more than 1'000 km I came to my first big goal, the "Three Way" crossroads, where I had not been walking south, but had to turn east. Before this circuit I had hellish rivals - I even thought about how I could get a excuse ready so I could handle this track!